Reittherapien
Meines Wissens nach gibt es drei Formen der Reittherapie:
Auf alle Varianten möchte ich nun näher eingehen:
Heilpädagogisches Reiten
- Stephanie und Theres beim Reiten
Beim Heilpädagogischen Reiten ist das Kind mit dem Therapeuten und dem Pferd alleine.
Als therapeutische Maßnahme steht die sozialisierende Rolle des Pferdes im Mittelpunkt. Der Therapeut ist ausgebildeter Reitpädagoge (idealerweise mit einer ergänzenden Ausbildung als zB. Ergotherapeut) und fördert mit dem Pferd die soziale, geistige, körperliche und emotionale Entwicklung des Kindes.
Es ist ein ganzheitlicher Prozess, der die Begegnung Kind - Pferd - Therapeut, wie auch die begleitende Pflege und Versorgung des Pferdes mit einschließt.
Die Reittherapie kann bei folgenden Problemen/Störungen eingesetzt werden:
- Entwicklungsstörungen
- Wahrnehmungsstörungen
- Sprachstörungen
- Wahrnehmungsstörungen
- Schulproblemen
- sozial auffälligem Verhalten
- Aggressionen
- psychischen Problemen
Sie ist also wie geschaffen für unsere Kinder...
Hippotherapie
Die Hippotherapie wird oft auch "therapeutisches Reiten" genannt.
Im Gegensatz zum
Heilpädagogischen Reiten ist hier zusätzlich zum Pferdeführer ein Physiotherapeut anwesend, der sich nur auf das Kind konzentriert.
Das Pferd wird mit Hilfe des Pferdeführers sozusagen als "lebendes Übungsgerät" eingesetzt. Die Kinder reagieren auf die dreidimensionalen Schwingungen des Pferderückens in den verschiedenen Gangarten. Dabei kommt es zur Normalisierung des Muskeltonus, zur Förderung des Rump- und Kopfkontrolle, zu einer Verbesserung des Gleichgewichtes und zur Schulung des Bewegungsgefühles. Dabei kontrolliert und korrigiert der Physiotherapeut immer die Haltung und Bewegung des Kindes.
Im Internet konnte ich folgende Anwendungsbereich der Hippotherapie finden:
- Zerebrale Bewegungsstörungen (unabhängig von Ursache und Schweregrad)
- multiple Sklerose
- Spina bifida - Syndrom
- Haltungsschäden
- Wirbelsäulensyndrome
Reiten für Behinderte
Wie schon erwähnt, ich bin kein Experte in diesen Dingen, sondern gerade bei diesem Punkt stütze ich mich rein auf meine Internet-Suche, da ich keinerlei persönliche Erfahrungen damit habe.
Laut Internet ist jedenfalls das Reiten für Behinderte nichts Anderes, als dass speziell ausgebildete Trainer auch behinderten Personen die Freude am Reiten vermitteln, und das Tempo auf den jeweiligen Schüler einstellen.
Im eigentlichen Sinne also keine Therapieform.
Aber vielleicht findet sich jemand, der diesen Punkt besser erklären kann oder selbst Erfahrungen damit gesammelt hat.
Vorbemerkung
Ich bin weder "vom Fach" noch sonst irgendwie speziell vorgebildet, sondern nur ein Elternteil eines Kindes mit SMS (siehe
Fallbericht Stephanie) und glaube, dass ich mir daher einige Worte über diese Therapie erlauben kann.
Sollte sich aber jemand finden, der bessere/richtigere/verständlichere Worte über die Reittherapie zu schreiben weiss, so bitte ich um ein kurzes Mail oder eine Nachricht über das
Kontaktformular und ich werde sie gerne hier einbauen.
